Über 130 Aufkleber entfernt / CDU-Mitglieder machten Stadt auf Eigeninitiative ein Stück weit sauberer

Das, was die ehrenamtlichen Grünen Engel und der Hockenheimer Bauhof regelmäßig machen, führten in den letzten beiden Wochen Mitglieder und Freunde der CDU Hockenheim durch, nämlich die Innenstadt Hockenheims von Müll und Unrat zu befreien, allen voran Masken, Verpackungsabfall, Flaschen und Zigarettenkippen. Nachdem man bereits im Frühjahr während des ersten Lockdowns eine ähnliche Aktion durchgeführt hatte, nahm man dieses Mal einen weiteren „Programmpunkt“ auf: das Entfernen von „wilden“ Aufklebern.
Anlass dafür war die Beobachtung des Fraktionsvorsitzenden Markus Fuchs, dass die neu aufgestellten Lampen und Abfallbehälter im HÖP-Gelände in kürzester Zeit mit Aufklebern verunstaltet waren. Doch wie die Aufkleber entfernen? Eine Spachtel oder scharfe Gegenstände kamen nicht infrage, denn die hätten die Lampen beschädigt.
Ein Plastikschaber – eigentlich zum Reinigen von Kochfeldern – erwies sich als schonendes und bestes Mittel. Zudem gab es von der Stadtverwaltung noch ein Reinigungsmittel, um Klebereste zu entfernen. Doch auch dann war es immer noch schwer genug: „Es ist in etwa so, als ob man eine schwer entfernbare Tapete von der Wand kratzen muss“, so Ulla Mack, die zusammen mit Bärbel Hesping das Gelände rund um den Bahnhof in Angriff genommen hatte.
Rund 130 Aufkleber konnten die CDU’ler entfernen, sodass der Zehntscheunenplatz, das HÖP-Gelände sowie das Gelände rund um das Schulzentrum danach weitgehend frei von Aufklebern waren – aber leider nur für 48 Stunden. Denn dann wurden erneut Aufkleber angebracht. „Sollte es 2021 wieder einen städtischen Dreck-Weg-Tag geben, dann sollte das Entfernen von Aufkleber mitaufgenommen werden“, so Moritz Mildenberger, der zusammen mit dem Vorsitzenden Patrick Stypa zahlreiche Aufkleber entfernte.
Entsetzt über die vielen Coffee-to-go-Becher zeigten sich Antje Fischer-Daniel („Ich war richtig schockiert“) und Dagmar Kramberg, die rund um den Kraichbach unterwegs waren. Unter den freiwilligen Helfern war auch CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm, dem es wichtig war, nicht nur über Umweltschutz zu reden, sondern einen kleinen, aber aktiven Beitrag für mehr Sauberkeit und Umweltschutz zu leisten: „Wir wissen alle, dass sich Plastik in der freien Natur teils erst nach mehreren Jahrhunderten zersetzt. Wie würde unsere Umwelt wohl aussehen, wenn der Müll einfach mal liegen bliebe?“
Einige Beobachtungen sorgten dabei immer wieder für Kopfschütteln. So etwa eine vermüllte Parkbank, während ein leerer Abfalleimer direkt danebenstand: „Verstehen kann man das nicht“, so Agnes Fuchs kopfschüttelnd, die zusammen mit Sabine Riedel ein „Müll-Team“ bildete.
Trotz allem Ärger über die Hinterlassenschaften überwog bei den rund 15 freiwilligen Helfern die Freude, dass es zumindest für einige Stunden in Hockenheim wieder sauberer war. Und gleichzeitig bekam man auch eine Ahnung davon, wie viel Aufwand es kosten würde, ganz Hockenheim dauerhaft von wildem Müll zu befreien.

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