„Wir sehen uns als mittelständischen, regionalen und innovativen Fachgroßhandel insbesondere für den professionellen Handwerker”, so positionierte der geschäftsführende Gesellschafter Roland Benz das Leitmotiv der im Hockenheimer Talhaus gleich dreimal vertretenen Firma Benz Baustoffe. Was 1919 mit einem kleinen Handelsbetrieb für Kohle, Düngemittel, Gips und Rohrmatten begann, hat sich inzwischen zu einem Baustoff-Fachhandel mit insgesamt sieben Filialen in der Region entwickelt. Fast 400 Mitar

Die beiden Geschäftsführer Roland Benz und Christian Schieck ließen es sich nicht nehmen, eine Delegation der CDU Hockenheim, darunter auch Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg sowie OB-Kandidat Marcus Zeitler persönlich über die Niederlassung „Benz Dachwelten” in der 2. Industriestraße zu führen.
Das sehr große Gelände der Aurepa Fahrzeugwerke hatte Benz 2014 von der Landesbank Baden-Württemberg erworben und es zu einem modernen Baustoff-Fachhandel entwickelt: von der Dämmung über Dachfenster bis hin zur Dachrinne - all das wird vor Ort präsentiert, gelagert und kann auch weltweit verschickt werden. Auf insgesamt 300.000 Artikel kann zurückgegriffen werden, wovon 20.000 vor Ort gelagert werden.
„Wir legen großen Wert auf fachkundige Berater. Wir wollen als Partner für den professionellen Handwerker angesehen werden“, so Roland Benz. Zusammen mit einer großen Einkaufsgenossenschaft im Rücken, in der über 450 Baustoff-Fachhändler bundesweit zusammengeschlossen sind, kann man sich gegen die großen Baumärkte behaupten. Auf Nachfrage von Lotti Neugebauer bestätigte Benz, dass der Baustoff-Fachhandel für den professionellen Handwerker im Gegensatz zum Heimwerker-Markt maßgeschneidert sei.
Nur ungern erinnert sich der Geschäftsführer an die Anfänge in der 2. Industriestr. 7 zurück: die Sanierungskosten waren aufgrund der maroden Gebäudesubstanz sehr hoch und die mit den Brandschriftvorschriften zusammenhängenden Investitionen drohten das geplante Vorhaben zu Fall zu bringen. Letztendlich musste man die damals vorhandene Halle in Teilen abbrechen und in Einzelteile aufteilen, um eine Betriebsgenehmigung zu bekommen.
Über Jahre sei der Privatkundenanteil stetig zurückgegangen, bevor man – beinahe zufällig – ein zweites Standbein aufbaute: den Online-Handel. „Damit können wir auch den Privatkunden bedienen, ob in Deutschland, Frankreich oder auch der Schweiz“, so der zweite Geschäftsführer Christian Schieck, der die anschließende Firmenpräsentation in einem Schulungsraum übernahm. Die geographisch gesehen weitesten Lieferungen gab es übrigens nach Japan und Kanada. Der Handel in Großbritannien steht noch nicht im Fokus, wie Schieck auf Nachfrage von Domenique Mannsperger bekräftigte: die Ungewissheit des Brexits sei groß und das Wachstumspotential in den Fokus-Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich noch enorm.
Stolz ist man darauf, eine Ausbildungsquote von 10 % der Belegschaft halten zu können, darunter 32 Auszubildende sowie drei Studenten. Dennoch musste Roland Benz einräumen: „Es wird immer schwerer, junge Menschen zu einer Ausbildung zu bewegen”. Mit der Ausbildungsinitiative „Handwerk baut Zukunft“, die in Zusammenarbeit mit der TSG Hoffenheim und der Marketingagentur Fullhaus ins Leben gerufen wurde, erhofft man sich weitere Impulse und neue Zielgruppen.
Um viele neue Eindrücke bereichert konnte CDU-Vorsitzender Markus Fuchs abschließend einen Geschenkekorb mit fair gehandelten Produkten überreichen, darunter auch die Hockenheimer Jubiläumsedition der Guten Schokolade. „Damit“, so Fuchs schmunzelnd, „haben auch Sie einen Baum gepflanzt“.

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